Blüten auf dem Balkon angekommen

Im Garten blüht schon länger Vieles, nun aber beginnt es auch auf dem Balkon!

Der Ginster hat dort viel später angefangen, als draußen, dafür blüht er auch länger.

Mir gefällt sehr gut die Kombination mit dem Kraut, hier Schnittlauch!

Vor allem aber beginnen die Rosen zu blühen, und sind darin recht vielversprechend, dass noch einiges kommen wird. Hierüber „Jubilee du Prince de Monaco“!
So schön ist er auf dem Balkon, obwohl eine sehr junge Züchtung muss ich sagen, es ist eine robuste Sorte!

Denn leider hat die Auguste Luisa dieses Jahr Krankheiten; die Knospe links wurde stark angefressen, die rechts ist schlapp, denn ich habe Mehltau, mehr als sonst.

Dafür ist der Acer Palmatum wieder ein Traum dies Jahr, und SEEEHR gesund!

Wenn ich es mals versuche zu vergleichen: So sehen die traumhaften Lupinen in unserem Garten aus. Ein Vergleich zwischen Balkon und Garten hinsichtlich der Blüten, ist kaum möglich. Auf dem Balkon fällt jede Blüte einzeln auf, wird von mir berochen, jede Krankheit wird sofort bemerkt. Das ist ein anderer Blick, als die Wirkung der Masse an Blüten im Garten!
Herzliche Grüße
Euer Giorgione

Schlechtes Wetter definiert sich neu!

Was ist schlechtes Wetter?

Für mich „als Menschen“ gibt es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Das ist und bleibt die Definition für mich, der ich die Kindheit in Norddeutschland verbrachte.

Auch auf dem Balkon ist das Wetter deutlich weniger ein Problem: Hier gedeiht alles relativ problemlos, man hat mehr Möglichkeiten bei den für die Pflanzensorten problematischen Situationen einzugreifen, z.B. die Pflanzen einfach mal eine Nacht rein zu nehmen oder abzudecken.

Daher sieht mein Balkon auch schon sehr schön aus, die Klematis wächst wie blöd. Dies Jahr habe ich das komplizierte jeden Tag die Triebe zu führen aufgegeben. Sie wachsen schon von selbst richtig, wenn man sie nur einmal gebündelt an die richtige Stelle legt.

Aber, an den Tomatenpflänzchen merke ich schmerzhaft, was auch im Garten Schwierigkeiten macht: Wochenlang zu kühle Temperaturen sind ein Entwicklungskiller.

Eher verzweifelt versuche ich, mit solchen Tricks, einem Glas-Top-Beet, die Tomaten etwas wärmer zu stellen, als sie ständig rein und raus zu nehmen. Ob das aber fruchtet?
Schlechtes Wetter für den Menschen gibt es nur in Extremfällen. Es ist im Kern eine Einstellungsfrage. Schlechtes Wetter für den Garten gibt es durchaus, wenn die Witterung über mehr als eine Woche zu Kalt, zu Nass oder zu Trocken ist. Zurzeit ist der Regen ein Segen, die Kühle aber verhindert Wachstum. Dann nehmen Pflanzen Schaden, Entwicklungen verzögern sich lange und Ernten sind in Gefahr. Diese differenziertere Definition von „Schlechtem Wetter“ ist interessant, ist neu für mich.

Bericht aus dem Kleingarten. Wegeführung und Beetanordnung

Nach sehr viel Arbeit sieht der Kleingarten in der Kleingartenanlage Bornholm 2, den ich im Oktober übernahm, nun wirklich schön aus. Welch eine Freude!

Hier sieht man vom Haus aus nach hinten. Das war mir ein ganz wichtiger Punkt des Gartens: Es ist ja ein „Gelenkpunkt“, wie man in der Stadtplanung sagen würde. Von hier nämlich wird man von der westlichen Grundstückkante in den rückwärtigen Teil des Grundstücks geführt.

Hier dieser Blick in der Froschperspektive. Mir schien es am Besten, von der westlichen Kante schräg in die Mitte geführt zu werden, da das eine angenehme, organische Dramatik mit sich bringt. Daher war es eine meiner ersten Arbeiten im Herbst, den Weg neu zu gestalten, mit den Platten und dem Kleinpflaster, was man hierüber sieht.

Denn früher sah es so aus, wie hierüber: Die Terasse, im Bild unten, war etwas erhöht und der Weg lief vertieft (im Bild oben angeschnitten), auch  noch mit einem kleinen Abstand daran englang, hatte daher einen merkwürdigen knick. Man musste eine Stufe auf die Terasse gehen. Das der Weg auf dem Grundstück an der Westseite bis nach hinten lief, machte alles eng und unangenehm.

Daher habe ich den alten Weg entfernt, die gute Erde unter den Platten auf den alten Weg geschichtet und dort bereits unsere erste neue Plfanze, eine schwarze Johannisbeere (oben rechts der Bildmitte), eingepflanzt, um deutlich zu markieren: Jetzt wird hier alles anders, besser! Mit Sand habe ich den Weg auf das Niveau der Terasse gebracht.

So entstand diese spannende Diagonale im Garten! Sie führt über die Terasse in die Mittelachse des Gartens:

Das ist nun die beste Aufteilung, da es das Grundstück erst richtig zur Geltung kommen lässt. Wichtig war mir etwa, dass der alte Apfelbaum rechts nun auf einer freien Fläche steht und so richtig zur Geltung kommen kann. Vorher schrammte der Weg sehr knapp an ihm entlang! Links im Bild habe ich einen neuen Apfel, einen Glockenapfel, gepflanzt, der da steht, da er so die Terasse später etwas beschattet, nicht aber die Beete, die für Gemüse gedacht sind.

Das mit den Gemüsebeeten ist neu für mich, muss ich erst Erfahrungen sammeln. Ich möchte es aber so machen, wie ich es aus einem Bäuerinnengarten der 1970er Jahre noch kenne, mit gestampften Wegen und leicht erhöten Beeten. Rechts kommen viele Kartoffeln, links wachsen schon Mohrrüben, Schwarzwurz und Bohnen, weiteres kommt jetzt in die Erde.

Dazwischen habe ich beim Umgraben einige Beikräuter belassen, da die für die Bienen gut sind und die Biodiversität der Beete fördert. Links (aus dieser Perspektive) wächst zurzeit fast nix, denn: Da war Giersch.  Viel Giersch! Der musste weg, da führt nichst dran vorbei.

Dafür habe ich gegenüber dem Vorpächter einiges entsiegelt. Hierüber sieht man die Ostkante des Grundstücks mit dem ganzen Gedöns der Terasse, wie sie da vorher war.

Und hierüber nun, was nach viel Arbeit dabei heraus gekommen ist: Das Beet mit den Beerensträuchern weiter geführt, einen Apfelbaum gepflanzt, und die Terasse neu gelegt und deutlich reduziert. Da, wo die hellgraue Erdfläche ist, soll Rasen hin.
Ja, nun fühle ich mich schon sehr wohl hier!

Tomaten aufziehen – Probleme und positive Überraschungen

Gut 200 Tomatensamen habe ich dies Jahr keimen lassen, und so bekomme ich auch einen Überblick über die Unbilden und Überraschungen. Verwirrend ist diese erste Zeit!

Denn man weiß nie ganz genau, woran man ist, vieles ist superschön und erfreulich, vieles aber erfordert viel Geduld.

Schön ist erstmal dies wunderbare Grün nach dem Eintopfen. Belohnung für die Phase des Aussähens und des Pikierens, als der dritten Phase.

Aber beim Überblick über die große Menge meiner Pflanzen sieht man auch, das manche, die anfangs sehr schnell heraus kamen, später gar nicht mehr so richtig wollen, andere wachsen konstant.

Schwierig haben es dieses Jahr die Johannisbeerthomaten, hier oben 50 Stück in einer Pflanzschale. Ebenso darunter die polnischen Schwarzen Runden Tomaten. Beide sind eigentlich im Jahr sehr kräftig, sehr lebendig, überwuchernd und ertragreich. Aber, nun gerade machen sie seit fast einem Monat fast nichts. Was bedeutet das? Meine sehr wertvollen getiegerten, die ich von einer 90 Jährigen Dame aus dem Südosten von Berlin geschenkt bekan, und die vielleicht eine sehr alte Sorte sind, sie kamen einen Monat lang nicht. Ich habe dann drei mickrige Triebe pikiert und eingetopft. Dann kamen plötzlich in diesen Töpfen innerhalb von zwei Wochen kräftige Triebe. Nun habe ich gut 20 vielversprechende Triebe, die ich wiederum eingetopft habe. Verkommen aber sind fast gar keine Tomatenpflänzchen.

Also scheint das Geheimnis zu sein: Tomatenpflänchen wachsen geheimnisvoll, wenn man Geduld hat, wird es aber irgendwann. Und sie sind viel kräftiger, als man denkt. Sie können tiefe Temperaturen überleben:

Diese Keime einer Reisetomate stehen in dem Plastikgefäß seit einem Monat auf meinem Balkon. Sie kamen aus der Erde, die vom Umtopfen scheller gekommer Exemplare überig blieb.

Diese Tomate „Tamina“ steht seit einer Woche versehentlich draußen. Heute Nacht aber gab es in Berlin Temperaturen leicht über dem Gefriepunkt, das Dach gegenüber war in Raureif. Insofern kann man Tomaten möglicherweise früher raus tun, als man denkt; nur bei wirklichem Frost unter 0 Grad sollte man rechtzeitig handeln, wenn man ihn fürchten muss. Hybride Sorten könnten ebenfalls empfindlicher sein.

Auf jeden Fall sind bei 200 Tomaten, die man kaum noch überschauen kann, wie 200 Marienkäfer, die Überraschungen groß. Geduld stellt sich automatisch ein, da ich etwa niemals 200 Pflänzchen hintereinaner umtopfen könnte. Daher geht das automatisch in Einzelschritten über Tage, und dann ist oft schon wieder was passiert.

 

Grün kommt kräftig

Blumen, Blüten, Buntes und Frisches, das sind die ersten Frühlingstage, aufregend und überraschend nach den Grauen Wintertagen.

Doch, das frische Grün ist ebenso faszinierend, auch, wenn man es „aus psychologischen Gründen“ viel später erst bemerkt, als die Vielfarbigkeit. Dieses Jahr sind sowohl meine Clematis, als auch meine Rosen schon vom Vorjahr im verholzten Bereich sehr kräftig.

Daher sah es schon im Vorfrühling, hierüber am 10. März, sehr verzweigt aus. (Rechst unten im Bild übrigens die Krokusse aus der Zeit, in der man Bunt bemerkte).

Nun aber schlägt das alles so kräftig aus, dass ich ahne, es wird dieses Jahr sehr üppig, auch später Blütenreich werden! Da kommt es gerade recht, dass ich einige Töpfe vom Balkon nun in den Kleingarten gepflanzt habe. Das Problem der zu großen Masse hat in den letzten Jahren mir nämlich einiges an Kopfzerbrechen bereitet. Wegen meines Weitwinkelobjektivs hat keiner meiner Blogleser das sehen können, aber: Es war zu viel! Nun konzentriere ich mich mehr auf die Seitenwände des Balkons, die stark und vielfältig bewachsen werden werden, da es inzwischen kräftig angewachsene Gehölze sind. Im mittleren Abschnitt, wo ich mich bewege, werde ich etwas weniger ziehen. So wird es besser, das Verhältnis zwischen Quantität und Qualität!

Nur mit den Tomaten habe ich wieder übertrieben, wie immer! Ich habe inzwischen solche Pflanzschalen aus Quedlinburg, wo 50 Keimlinge nach dem Pickiren rein passen. Davon habe ich drei Schalen, sowie noch einiges in Espressotassen.

Nun, es wird sich zeigen, wie ich damit umgehe! 200 Tomatenpflänzchen locker. Ich werde viele verschenken. 5 will ich auf dem Balkon haben, 20 im Kleingarten. Alles andere müssen andere machen. Ich muss sie alle verschenken, denn, wegwerfen kann ich die einfach nicht!

Kennt jemand diese Sorte, Tamina? Ich hoffe, es ist keine Hybride, keine Anfällige? Mir hat jemand eine Samentüte geschenkt. Sonst mache ich nur noch Samenfeste, alte Sorten.