Frühling und seine Fortschritte, auf dem Balkon, im Gehölz!

Der Frühling hat laut Kalender am 21. März angefangen. Viele Gartenblogs haben ihn schon viel früher begrüßt! Hier soll es aber um die Knospen und Triebe meiner Gehölze gehen, die eine ganz eigene Frühlingsstimmung hervorrufen!
Dass die Bäume nicht erst ausschlagen, wenn „Der Mai ist gekommen“, wusste ich schon als Kind in der Lüneburger Heide, in den 1970er Jahren, als am ersten Mai Männer mit Maibäumen herumfuhren, Weißer Flieder im Frühlingmit schön ausgeprägt ausgeschlagenen und grünen Trieben, diese an den Türen aufstellten und dafür Schnaps erhielten. Dennoch möchte ich diese Triebe heute begrüßen. Jeder Balkon erlebt diese Fortschritte anders. Auch ich hatte Krokusse!

Doch noch eine besondere Faszination für mich ist das Grün, das herauskommt, und damit einen wirklichen Beginn darstellt – Einen Beginn in dem Sinne, dass er sich fortsetzt. Während nämlich die Krokusse sich, was mich schon als Kind erschreckte, später gänzlich aus dem Bild der Natur zurück ziehen, sind die früh aus den Büschen und Sträuchern herauskommenden grünen Triebe der Beginn eines kompletten Jahreszyklus: Diese Triebe werden zu Blättern und Blüten, diese nun bilden bald ein frisches grünes und hellrotes Meer an zartem Laub, wie sie den Höhepunkt des Frühlings charakterisieren (daher wohl auch das Lied „Der Mai ist gekommen“). Sie werden reifen, man wird sich um die Schädlinge an ihnen kümmern müssen, sie werden dunklere Farbtöne annehmen, die ernsten Farben des Sommers, den sie mit Schatten versorgen, sie werden sich verfärben, über eine möglichst lange Zeit hinweg, denn das ist der schöne Herbst, und dann werden sie abfallen um dem Schnee auf den Zweigen nicht mehr im Wege stehen zu müssen. Aber, sie werden ein halbes Jahr lang wirklich treue Begleiter sein! Dies wollte ich doch gerne erzählen, auch, wenn ich damit spät bin, denn das ist sicher einer der Gründe, weshalb ich Gehölz auf dem Balkon liebe, Bäumchen, Sträucher, Rankende Klematis und Jelängerjelieber, dass sie genauso früh, wie im Park, im Wald und im Botanischen Garten diese lange Begleitung versprechende Anfänge zeigen (oben Bild von Weißem Flieder). Anfänge, so schön, wie die lebendigroten Triebe der Rosen, die taufrischen der schwarzen Johannisbeere, der quicklebendigen der aus dem Gehölz ausbrechenden Klematis, der geradezu explosiven der Brombeere. Und, wenn die Krokusse längst verwelkt sind, geht es mit diesen allen weiter, flink und lebendig.

Knospe roter Fächerahorn, Acer Palmatum
Palmahorn / Fächerahorn „Acer Palmatum“. Seine Blätter bleiben rot, spiele nur gelegentlich an einigen Stellen ins Grüne herein und werden im Herbst dann erneut die schönste feurige Färbung erhalten.

Und, wie schnell schon kommen die Krankheiten daher, viel zu schnell, schon muss man sich Gedanken machen, auf welche Pilze oder Tierchen die Gespinste auf der Klematis hinweisen und warum die Blätter des Geißblatt, die mir schon so früh Freude gemacht hatten, nun schon schrumpelig werden, ohne, dass man schon etwas sieht, das die Krankheit erkennbar machen würde. Ja, das gehört auch dazu. Dennoch, ich begrüße die Triebe, die immer weiter ausschlagen und mich nun das Jahr nicht mehr Einsam sein lassen werden.

Himbeere im Frühlingsgrün

So kräftig wie schon im Wald kommen die Triebe der Himbeere. Grün, lebendig, saftig, herrlich!

Und euch werden sie auch begleiten, denn ich habe mich natürlich über die Kommentare gefreut, die, die neugierig sind, wie mein Balkon aussehen wird, wenn das alles wächst und gedeiht; ich werde es euch zeigen. Mein Gehölzbalkon.

Brombeere Theodor ReimersMeine Brombeere Theodor Reimers hat diese explosiven Treibe, deren Blätter mich nun bis zum Februar 2016 begleiten werden! Denn, die Triebe an den Ruten vom letzten Jahr werden an diesen Seitentrieben nun auch ihre Fruchtstände entwickeln, und auch im Winter grün bleiben, so war es zumindest diesen Winter. Und erst im Februar wird radikal zurückgeschnitten. Das sieht man in meinem Lieblings-Garten-Video in Schweizerdütsch

WildroseDiese Wildrose oder Hagebutte wird sehr schön duftende, weiße Blüten bekommen, weshalb ich sie trotz ihrer kleinstacheligkeit gekauft habe. Die Treibe sind ungewöhnlich, daher interessant.

Jelängerjelieber

 Der Jelängerjelieber sieht noch sehr frisch aus, obwohl ich schon einige Blätter entfernen muss, da erste Verschrumpelungen auftraten. Vielleicht habe ich auch zu sehr gegossen in den ersten Wochen.

cornus kousa, Blütenhartriegel

Und hier noch etwas quasi exotisches (zumindest für den Balkon): Triebe des Asiatischen Blüten-Hartriegels (Cornus Kousa). Den habe ich über Ebay bestellt, da die von mir geschätzten Baumschulen immer nur große Exemplare (gut 80 cm für gut 80€) verkaufen, und auf dem Balkon kann ich diesen wunderschönen Zierbaum allemal nicht für mehr als 5,10 Jahre haben. Dass die Knospen aber schmaler sind, als als die Äste ist für den Kouosa offenbar normal. Es ist aber auch ein irritierendes Moment, weshalb ich zunächst fürchtete, man habe mir schlechte Ware gesendet. Das ist offenbar nicht der Fall, und ich freue mich.

 

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2 Gedanken zu “Frühling und seine Fortschritte, auf dem Balkon, im Gehölz!

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