Tulpen als Solitärpflanzen!

Nun wächst und gedeiht alles, und es wird ein richtiges Gebüsch frischen jungen Grüns, das sich da immer mehr ausbreitet und eine wahre Freude ist! Und, da habe ich wohl im letzten Herbst bei der Späth-Baumschule irgendwie ein Paar Tulpen gekauft, drei Stück, und zwei davon sind raus gekommen (auf der Dritten stand zu lange ein Blumentopf…):Tulipa Happy Generation als Solitär-Tulpe

Und nun sieht man, wie schön genau das ist: Nicht so eine Menge an Tulpen, wie es viele machen. Genau das ist oft der Witz, das was viele machten zu verändern oder zu variieren, da kann dann sehr viel bei raus kommen. D.h. nicht unbedingt, dass es schlecht ist, was Viele machen, aber, man findet, der man mit der Mode geht, oft nichts Eigenes. Und dies Eigene ist: Die Blumen, die ich in die Gehölze einstreue, sind mit Bedacht gewählt. So habe ich im Arboretum am Baumschulenweg, wo man oft so für eine Spende Pflänzchen bekommt, Waldsteinie (Waldsteinia ternata) bekommen:

Waldsteinie (Waldsteinia ternata)

Die habe ich in den Topf mit dem Geißblatt, in den viele Blätter gelegt sind, damit die Erde nicht austrocknet, eingepflanzt. Das passt nun so gut zueinander, es sieht aus, als hätte ich das alles direkt so im Ballen aus dem Wald genommen.

Im klassischen Sinne habe ich eigentlich nur eine Stelle, wo Balkonblumen normal arrangiert sind, denn, natürlich ist das AUCH schön:

Primel und riesen-Gänseblümchen als Ergänzung

Hier stehen oben rote Primeln in einem Blumenkasten, und unten große rote Gänseblümchen im Topf der Rose „Jubilee du Prince de Monaco“.

Aber, ansonsten sollen Pflanzen bei mir eine Chance haben, als Individuen, als Solitäre, als freistehend zu wirken, sie können so ins Gespräch mit anderen Pflanzen kommen, statt, als Masse zu wirken. Das ist bei meinen Tulpen nun so:

Tulpe als Solitärgewächs, DubletteDie „Happy Generation“ tritt hier als Paar auf, durch die Doppelung gibt es einen klaren symmetrischen Bezug, aber keine Komposition nur aus Tulpen, sondern ein idealer Dialog der beiden mit meinem Acer Palmatum Atropurpureum mit seinen roten Blättern, den ich wegen der Sonne gerade etwas herunter gestellt habe. Und, unten rechts im Bild sieht man die  Waldsteinie sowie, links davon, ein Paar kleine weiße Stiefmütterchen, die in der Weinkiste mit einigen Klematis und Geißblatt stehen. Die waren kürzlich bei einem Pflanzenladen im Müll…! So eingepflanzt, hat jede Pflanze ihr Recht. Ist das nicht eine schöne Komposition?

Denn, Tulpen in der Masse wirken nie so eigenständig, wie, wenn man ihnen ihr Recht gibt. Hier z.B. die „Happy Generation“ bei Späth im Bottich, wirkt gar nicht so stark!:

Happy Generation Tulpe bei der Späth Baumschule Kopie

Eine Masse Tulpen hat schlicht eine  Bunte Bildwirkung, aber, nicht mehr wie ein Arrangement von Individuen:

200 Tulpen bei der Spätbaumschule im Baumschulenweg KopieDaher war ich glücklich, dass im Grunde durch Zufall genau das entstanden ist, was ich mir gewünscht habe. Aus Zwiebeln, die ich vergessen hatte, war durch einen Unfall genau so viel geworden, wie es richtig schien. Und, gibt es eine schönere Tulpe, als die Happy Generation?

Happy Generation going wet Happy Generation Tulpe Aufsicht 2

 

PS:
Und, irgendwie hat es sich inzwischen offenbar sogar unter den Eichen herumgesprochen, dass ich Gehölze liebe. Und, stellt euch vor, bei mir hat sich eine Eiche ausgesät. Sie Wächst im Topf des Johanniskrauts, das dieses Jahr nicht so recht kommen will. Auf dem Bild sieht man auch, was für ein schönes Gestrüpp ich schon habe, und die Eiche hat jung rotbraune Blätter:

Eiche Querqus auf meinem Gehölz-Balkon

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