Durchkreuzte Pläne. Es ist durchaus richtig, es anders zu machen, als gedacht!

Kennen Sie das Phänomen, dass man immer glaubt, man müsse sich an Pläne halten? Wer A sagt muss auch B sagen? Vorwärts, alles für den großen Fünf-Jahres-Plan? Wenn Pläne eine Arbeit betreffen, von der auch andere abhängen, ist das gewiss richtig. Aber im Spaß-Bereich, auf meinem Balkon? Kann ich´s doch halten wie Konrad Adenauer!

Drei Dinge, die ich, wenn auch nur tendenziell, anders gedacht hatte, haben sich spontan gewandelt auf Grundlage des wunderbaren Wachstums auf meinen Balkon:Zuvile Vogelmiere, aber gut Gras

Unkraut jäten. Meine Frau fand,“ ´s ist ´n bisschen zu viel der Vogelmiere in meinen Töpfen!“ In meinem Ästhetik-Eintrag hatte ich gesagt, Unkraut gibt es im Prinzip für mich nicht. Aber, bestimmte „Kräuter“ wollen eben zu viel. Mir war das auch klar, nur, dass es so früh schon nötig war. Hier, wie es danach aussah:Ohne Vogelmiere

Besser, auf jeden Fall, nun kann das hoch, was ich hoch haben möchte.

Zuviel? Zu viel! Die Brombeere und manches andere nehmen doch etwas mehr Platz nun ein, als ich dachte! Die Theodor Rheimers hat recht weit unten bereits begonnen, ziemlich kräftige Seitentriebe zu bekommen. Die habe ich ihr dieses Jahr gelassen, aber kommendes Jahr, wenn ich weiß, dass sie noch kräftiger ist, werde ich früh schon ganz unten mehr schneiden, und sie oben austreiben lassen. Dann hat man für sich selbst mehr Platz zum Sitzen.

Brombeere Theodor Rheimers BalkonEines meiner Geißblätter, dieses Lonicera heckrottii „Goldflamme“ ist nicht nur bei mir ständig sehr krank. Es scheint auf jeden Fall sehr krankheitsanfällig zu sein, denn das teilte mir auch eine gärtnernde (nicht balkon-gärtnernde) Nachbarin mit! Nun ist es mir das erste Mal passiert, dass ich so eine Pflanze daher wirklich weggeworfen habe, in den Hausmüll, nachdem nichts mehr half und ich fürchtete, die Krankheit würde sich ausbreiten. Und, um Licht und Luft für die gute Ghislaine de Féligonde zu bekommen, pflanze ich nun meinen weißen Flieder in den Hof. Und, einen meiner drei Hibisken habe ich verschenkt. Also, musste ich mich doch von einigem Trennen. Es zeigt sich, dass ich etwas zu viel wollte. Ich bin erstaunlicherweise gar nicht traurig (bis auf die Pflanze im Müll, das ist schon hart, die da zu sehen). Denn ich schaue nun neu auf das alles, es macht mir auf andere Weise Spaß. Das nun entspricht dem, was ich schrieb: Es ist schön, sich von der Natur auf seinem Balkon überwältigen zu lassen! Die Natur hat immer (ihr) Recht! Und, manchmal muss man es ihr eben verschaffen.

Gekreuzt statt gerade. Dann sind die Klematis natürlich viel länger geworden, als ich ahnte. Ich habe das schöne Rankgerüst nicht weiter gebaut, da es sonst zu massiv auf dem kleien Balkon wirken würde, sondern nun Packetband genommen. Ich finde das schöner, in seiner Verspieltheit, als ich je gedacht hätte. Das Packetband kreuzt sich, es ist nicht so rasterförmig, wie das Rankgerüst.

Klematis am Packetpand

So kam ich auf den Titel: Durchkreuzte Pläne.

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