Rosenknospen

Viele Dinge im Leben erlebt man immer wieder neu, obwohl man die Muster doch längst kennt. Gut für´s Leben! So ist es mit dieser Erfahrung, wenn man auf etwas aufmerksam wird oder von etwas hört, und es dann plötzlich überall sieht. War es denn vorher noch nicht da gewesen?

So ist es für mich nun mit den Rosen. Und diese unglaublichen Knospen sind für mich nun auch schon wieder ein Wunder, da ich bei Rosen ein Neuling bin! Was mich erstaunt: Wie Klein bei den Ramblerrosen die Knospen zunächst sind, man bemerkt ganz früh winzige Knöspchen an den Spitzen, und glaubt gar nicht, dass das schon Knospen sein können. Sie müssen ja noch lange sich entwickeln.  Und dann die Vielfalt an Knospenformen und Arten zwischen den Naturrosenn, den Zuchtformen, schließlich den Mitgliedern der großen Rosenartigen-Familie!Knospen Dolde der Ghislaine de Feligonde Ende Mai

Bei der Ghislaine de Féligonde, hier oben, habe ich Knospen entdeckt, als sie noch so klein wie eine Blattlaus waren! Ähnlich geht es nun vor sich bei einer Rose, die ich im Container fand und hier selbst gar noch nicht weiß, was da kommen wird:Schwarze Johannisbeere und Unbekannte Rose

Ich freue mich über die Gesundheit dieses Exemplars, denn eine andere aus dem Container gerettete Rose hatte mit einer seltsamen Krankheit die Isolation von den übrigen Balkonpflanzen erforderlich gemacht; sie steht nun im Hof:

Krankheit Rose Super Dorothy an VeredelungsstelleKrankheit am Zapfen / Zapfenschnittstelle des Hochstammes meiner „Super Dorothy ®“ Rose. Weißer Pilz, Schimmel, oder Schmierläuse? Nach langen Recherchen vermute ich inzwischen die Weiße Rosenschildlaus (Aulacapsis rosae)

Diese Rose hatte an verschiedenen Stellen weiße Ausschläge, wie ein Schimmel (Bild hierüber). Es zeigte sich, dass dieses weiße Zeug unter der Rinde der direkt oberhalb der Wurzel gelegenen Zapfenschnittstelle besonders massiert war. Ich hatte nach einigen Recherchen vermutet, dass es sich um Schmierläuse handelt. Ob es nicht doch eine Art Schimmel oder Pilz ist, konnte ich nie verifizieren. Hat jemand da eine Vermutung? Bei einer Waschaktionen mit mit wenig Spülmittel versetztem Wasser musste ich nach und nach alle Rinde entfernen, was zu meiner Freude aber doch nicht zum Tod der Rose führte. Da Schmierläuse nun eine möglicher Befund waren, und man sie mit Alkohol behandelt, ging ich mit einem Whisky (Glenkinchie, 12 Jahre alt, 43% Vol.) heran, aufgetupft und -gerieben mit Wattestäbchen. Wahrscheinlich hätte man auch eine Zahnbürste ohne Schaden anwenden können, bei mir genügten Wattestäbchen aber. Immerhin halft das, was ja eventuell die Schmierlausthorie bestätigt? Seit anderthalb Monaten ist die Super Dorothy ® auf dem Weg der Gesundung. Die jüngere, aber unverletzte Rinde, die unter der alten zum Vorschein kam, hat nicht erneut weiße Stellen bekommen. Und, die Pflanze schlängt nun mit etwas merkwürdig unregelmäßigen Blattgrößen auch wieder aus:

Ramblerrose Super Dorothy als Hochstamm, krank
Zumindest entwickelt sie nun auch Knospen, was ich als sehr gutes Zeichen werte, aber auch hier sieht man, dass die Rose geschwächt ist, denn es gibt immer wieder verschiedene Ungeziefer, die sie gerne aufsuchen:Super Dorothy, nicht vollkommen gesunder Trieb

Damit habe ich hier also meinen schwierigsten Fall vorgestellt. Denn, die Gislaine etwa, vom allgemeinen Wuchs her der Super Dorothy offenbar ähnlich, hat sich prächtig entwickelt in der Pflanzkiste:Ghislaine de Féligonde mit Knospen

Hier zum Vergleich der Anblick nach dem Pflanzen.

Jubilee du prince de monaco, Knospe Und, die Edelrose, mein „Prinz“ (Jubilee du Prince de Monaco), entwickelt entsprechend prächtige, aber auch weniger natürliche Knospen (oben). Die sind inzwischen schon weiter geöffnet: Jubilee du prince de monaco weiter auf

Und was machen die Wildformen und die allgemein aus der Familie der Rosengewächse kommenden?Brombeere Loch Ness, Blühte Die Brombeere, Zuchtform „Loch Ness“ hat die zweite Blühte! Ruxburghii, Brombeeren, Himbeeren

Die Ruxburghii, hier ganz hinten links und unscharf hinter anderem Grün, blüht zuerst kräftig Rosa und wird später weiß, aber: Ich komme nicht an sie heran, so weit ist sie in meinem Rosengestrüpp inzwischen entfernt. Dafür sind die Himbeeren schon weit, (der Ginster, nicht rosenartig, blüht), die Brombeeren Theodor Rheimers stehen kurz bevor! So wird mir langsam klar, wie viele Rosenartiges ich hier habe, und ich stelle mich langsam auf sie ein. Nur in der rechten Bildhälfte, fiederblättrig, sieht man die kräftige Pimpernell-Rose (Rosa pimpinellifolia), die dieses Jahr, also im zweiten Jahr nach dem Pflanzen, nicht blühen will. Schade. Unfassbar schön aber bleibt das frische Grün bei allen Pflanzen! Diese Frische, und, dass sie wegen der Kälte schon gut einen Monat währt. Bald kommen nun auch die Blumen hervor, die Kletter-Blumen, Zaunwinden und Kapuzinerkresse, sowie Hokkaido-Kürbisse und die Tomaten. Aber, davon ein Andern Mal.

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