Pflanzkisten „freitragend“ an die Wand anschrauben. Eine Idee

Bau der Pflanzkiste HIER, Abdichten / Füllen mit Erde HIER

Pflanzkisten kann man natürlich einfach hinstellen. Ich habe sie nun an die Wand angeschraubt, um das Gewicht direkt in diese Einzuleiten. Dadurch kann ich das inzwischen nicht unerhebliche Gewicht auf meiner Loggia (Balkon) besser verteilen und ableiten. Daher stelle ich die Kiste auf zwei an der Wand befestigte Balken als Konsolen. Ich schraube sie an die Konsolen zusätzlich an, da die Kiste zum Teil übersteht und daher kippen könnte.

Achtung: Die folgende Beschreibung ist eine allgemeine Idee und nicht direkt zur Nachahmung gedacht. Denn ich bin mir hinsichtlich der Sicherheit dieser Konstruktion nicht im Klaren. Falls ihr Ähnliches machen möchtet, solltet ihr selbst vom Fach sein und entsprechend eigenständig konzipieren oder es euch vom Fachmann berechnen oder anfertigen lassen.

Hier soll die Pflanzkiste hin:
Balkonecke

Es ist an der Westwand meiner Loggia, und ein tragender Pfeiler steht links, sowie rechts eine Wand, in der zur Stirnwand hin auch ein Pfeiler steckt. Daher werde ich die Pflanzkiste an den Pfeilern befestigen. Der orange Wasserabfluss auf dem Boden links muss vorher mit Mörtel neu eingefasst werden, sowie später ein Sieb darauf.
Arbeitsbeginn Pflanzkasten anschrauben
Nun kann es los gehen, starke Vierkanthölzer, Dübel und Schrauben als zu verbauendes Material, eine Wasserwage, ein Schlagbohrer, ein Akkuschrauber, Zollstock und Stift als Arbeitsmaterial. Eine Fußmatte zum Hinknien und -legen (beim Bohren).
Erste Konsole montiert Konsolkonstuktion

Den ersten Balken als Konsole rechts mit Dübeln und Schrauben zu befestigen war kein Problem, denn sie konnte auf voller Länge der Pflanzkiste an die Wand geschraubt werden. Dafür genügten mir drei starke Schrauben.

Links aber hat der Balken nur 40 cm Wandberührung. Er steht dann 35 cm freikragend über. Die Kiste hat eine Tiefe von 83 cm, also wird sie hier noch 8cm über den Balken hinaus überstehen.
Zweite Konsole, Schraubenverteilung
Da der Balken weniger Wandberührung hat, wähle ich zur Sicherheit mehr Schrauben als auf der anderen Seite, vier. Zudem setze ich die Schrauben nicht in eine Linie, sondern versetze sie deutlich gegeneinander, um ihnen noch mehr Griff zu ermöglichen. Die Position der Dübellöcher zeichne ich mir hier an die Wand an, indem ich den Balken in späterer Position an die Wand drücke und mit dem laufenden Bohrer durch die vorgeborten Löcher stoße und so die Bohrstellen markiere.
So ist nun auch der zweite, schwierigere Balken fest verschraubt.
Konsolen für PFlanzkiste Balkonkiste
Ganz subjektiv scheint mir, dass das eine vertrauenswürdige Basis ist, um eine Pflanzkiste aufzustellen. Was sind die Punkte, die mich unsicher machen, und die Gründe, weshalb ich euch die unmittelbare Nachahmung nicht empfehle, sondern auffordere, die Konstruktion selbständig zu überdenken, bis ihr ganz sicher seit?
Freitragende Pflanzkiste eingebaut
Die Kiste steht nun so auf den beiden Konsolbalken. Sie hat nach dem Befüllen im Grunde einen festen Stand, da sie auf den Konsolen zu weniger als 1/3 übersteht. Aber! Zunächst einmal könnte das Auskragen des linken Konsohlbalkens an sich Gefahren bergen: Man muss sich langfristig überlegen, dass einzelne Holzteile, ohne dass man es bemerkt, durch Wasserberührung verrotten können. Wenn das Holzteile sein sollten, die Kräfte aufnehmen und weiterleiten, dann kann Gefahr bestehen. Es könnte etwa mit dem Kragbalken passieren.
Zweitens gibt es zur Ecke links hin eine Hebelwirkung. Die Kiste kann, wenn sie einfach nur auf die Balken gestellt wird, bei ungünstiger Belastung am äußeren Ende oder an der Ecke (falls man z.B. dort kurz mal einen Topf abstellt) nach vorne kippen. Jeder am Bau kennt diese Situation, wenn ein Bretterstapel, den man für stabil hält, bei einer bestimmten Belastung plötzlich kippt, hinten geht was hoch, vorne was runter. Oje!Pflanzkiste Kipphinderung Schrauben Markieren
Ich begegne dem mit zwei Schritten: Zunächst habe ich den Kistenboden an die Balken mit je drei Schrauben hinten verschraubt. So möchte ich einem möglichen Kippen begegnen. Das Bild hierüber dient mir als Notiz, wenn ich die Kiste mal abbaue, wo die Schrauben sind – nämlich dort, wo die Tannenzweigchen sind.

Zudem werde ich kommendes Jahr (2017) einen Fuß unter die Kiste an der überkragenden Ecke machen. Dieser wird aber 2 cm über dem Boden enden, also ihn gar nicht berühren! Es ist eine Notkonstruktion, falls die Kiste mal kippen sollte. Dann wird der Holzfuß aktiv. Insbesondere dann, wenn jemand seinen menschlichen Fuß unter die Kiste stellt, um einen schweren Topf nur mal kurz abzusetzen …!!!

Denn, eine „psychologische“ Gefahr birgt diese Konstruktion: Jeder geht davon aus, dass Kisten auf dem Boden stehen! Dass diese tatsächlich freitragend ist, damit rechnet man nicht und man wird sich, wenn man einfach so drauf schaut, auch nicht etwa vergewissern:
Überblick Balkon Logia mit Pflanzkiste
Im schlimmsten Fall kann es also mal passieren, dass sich jemand auf die Ecke setzt oder darauf steigt, etwa ein Kind. Das wäre wahrscheinlich zu viel Gewicht (ich hab´s mal vorsichtig versucht, mich zu setzen, aber – wer ist im Ernstfall schon vorsichtig?).

Bald beschreibe ich das Befüllen der Kiste mit Erde und die Bepflanzung!

PS: Vorbild für den nur im Schadensfall aktiv werdenden Fuß: Kohlefaserlamellen bei der Sanierung des Heidebroek-Baus der TU Dresden. Link

Advertisements

3 Gedanken zu “Pflanzkisten „freitragend“ an die Wand anschrauben. Eine Idee

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s