Hochsommer und Spätsommer, vereint zum Herbst.

Spätsommer ist immer die Jahreszeit, die sich teilweise wie Herbst anfühlt. Gerade dies spezifische Gefühl, wenn es manchmal morgens schon deutlich kühler wird. Das ist immer der Moment, wo ich „Ahja, Herbst!“ denke, unweigerlich.
Tomaten Kapuzinerkresse
Und nun, das! Eine Tomate, die nochmals blüht, direkt neben einer Kapuzinerkresse. Tomatenblüten sind doch eher etwas für den Frühsommer, Kapuzinerkresse beginnen bei mir im Spätsommer zu blühen. Diese beiden zusammen sind eine witzige Kombination. Oder ist das für euch Alltag?
Late summer autumn beginning or notIch geb´s zu, habe es aber vorher noch nie gemacht. Beide Bilder sind „Systemabbildungen“, also nicht ganz so, wie sie scheinen (aber ohne Bildbearbeitung): Die Siebenbürgener Reisetomate hat an einem Geiztrieb nochmal geblüht, den ich nun etwas spät ausgeizte. Ich habe den Trieb neben die beiden verschiedenen Kapuzinerkresse-Blüten gehalten und photographiert. Denn, als Montag die Johannisbeertomate blühte, kam ich nicht zum photographieren.

 

Entdeckt habe ich es Montag. Die Kapuzinerkresse, deren drei kräftige Triebe von einem doppelt bewurzelten U-Trieb aus wachsen, habe ich ja hier beschrieben. Das Irre ist, diese Kapuzinerkresse wächst inzwischen bis unter die Balkondecke. Also, gut vier Meter lang insgesamt! Ich habe mich inzwischen erinnert, dass diese Kapuzinerkresse bereits im Februar im Topf des Hibiskus, in der Wohnung drin natürlich, zu wachsen begann. Das kann man also wirklich so machen, es wird die kräftigste Kresse, wenn sie schon im Winter keimt. Was ich Montag sah, ähnelt dem Bild hierüber: Die Johannisbeertomate „Kleine Pralinen“ ist ebenfalls an die Decke gewachsen, und nun kamen beide Blüten zusammen. Mir scheint, so paradox es klingt, bei mir auf dem Balkon vereinen sich Frühsommer und Spätsommer zum Herbst hin. Vor allem, wenn man rechts Blätter der Clematis verwelken sieht.

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2 Gedanken zu “Hochsommer und Spätsommer, vereint zum Herbst.

  1. Alltag? Lieber Giorgione, die Natur gibt sich nicht mit profanem Alltag ab. Sie bringt Wunder hervor. Grosse Wunder, kleine Wunder. Alles lässt uns staunen. Sofern wir es überhaupt sehen. Die Kombinationen, die Du uns heute zeigst, sind wahre Farbwunder, ich hätte gerne noch mehr Fotos gesehen, sie sind so wunderschön! Mit spätsommerlichen (oder frühherbstlichen?) Grüssen, Arletta

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  2. Liebe Arletta, herzlichen Dank für Deinen sprühenden Kommentar – passend zur Farbigkeit der Jahreszeit. Alltag ist für mich übrigens kein negatives Wort. „Grosse Wunder, kleine Wunder“, wie Du schreibst, es gibt sie jeden Tag. Alltäglich. Du hast auch recht, dass es darauf ankommt, ob „wir es überhaupt sehen“.
    Herzlich Giorgio

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