Ground control to major Balkon. Interaktionen zwischen Balkon und Garten

Langfristig einen Balkon mit vielen Pflanzen und gar anspruchsvollen Gehölzen zu betreiben ist gar nicht so ohne, wenn man nirgends über einen Garten verfügt, oder auch sonst nirgends eine Art von Erdfläche hat. Da ich es lange nicht anders kannte, habe ich diese Problematik total unterschätzt! Denn, wenn man es nicht anders kennt, sucht und findet man ja einfach erstmal andere Lösungen, ob die wirklich ideal sind, oder nicht.

Ich weiß zunächst von drei Dingen, die es erheblich erleichtern, wenn man als Balkongärtner an einem erdverbundenen Garten zumindest Teil hat: Müllsack in den Kompost oder in den Müll.jpg
Ein unattraktiver Müllsack mit durchaus Kompost-attraktivem Material – ab damit in den Hausmüll, oder doch in den Gartenkompost?

1, Abfälle vom Balkon habe ich buchstäblich in den Hausmüll entsorgt! Sobald man an eine Garten teilhat, wandert alles dort in den Kompost, erst dann ist die Ökobilanz gut.

IMG_0304.JPG
Die Veredlungsstelle dieser gelben Rose bräuchte nun dringend einen großen Berg Kompost um die Wurzel! Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

2, Kompost braucht man auf dem Balkon auch, muss ihn aber kaufen und bekommt da Produkte, die irgendwie das Herz nicht tanzen lassen. Z.B. von der BSR, mit viel Plastikstückchen mit drin. Bringt man Balkon-Gartenabfälle aber zum Kompost, bekommt man von dort später auch Komposterde.

Pimpinell Rose.jpg
Zwei Jahre hintereinander hat diese wohlduftende Pimpinell-Rose nicht geblüht. Dabei habe ich sie schon zweimal umgesetzt, vom Balkon auf eine Fensterbank. Nun könnte nur noch ein Auspflanzen in einen Garten versucht werden.

3, Wenn gerade Gehölze auf dem Balkon zu groß werden oder sich schlicht nicht gut entwickeln, wo hindemith? Natürlich in einen Garten. Ich musste sie bisher immer verschenken. Aus Verzweiflung habe ich sie auch schon mal irgendwo auf einen Hof gepflanzt – mit dem Effekt, dass sie bald weg waren, oder sogar vom „Cleanteam“ mit dem Rasenmäher überrollt. Gar nicht schön. Splatter.

Nachdem ich nun Kontakt und Kontrakt mit einem Garten habe, funktioniert die Interaktion mit dieser Ground-Controll bestens. Die Anzahl der Vorteile wird sicher noch angewachsen. Aus dieser Erfahrung heraus: Wer intensives Balkongärtnern betreibt, suche Kontakt zu netten Kleingärtner in der Nähe auf, und schaue, ob er einen dauernden Austausch organisieren kann. Es kann ja einfach ein Austausch der Dinge sein, die ich in den drei Punkten nenne, ODER aber, man darf ein Paar wenige Quadratmeter sogar selbst bewirtschaften, etwa, da der Pächter nicht mehr der Jüngste ist und sich über die Hilfe freut.
Wie findet man eine nette Laubenkolonie? Kleingargenanalgen sind nach den entsprechenden Gesetzen durchaus nicht nur zum privaten Vergnügen da, sondern sie sollen auch dem Umfeld dienen. Ob ein Vorstand und damit eine Kolonie so etwas Ernst nimmt, oder nicht, erkennt man etwa an der Zugänglichkeit der Kolonie. Sind alle oder die wichtigsten Zugänge permanent verschlossen, dann stimmt was nicht, die glauben, dass sei ihr Privatbesitz (übrigens kann man mit dem Bezirk, wo es Zuständige für die KGAs gibt, durchaus darauf hinwirken, dass die Anlage wieder geöffnet wird! Wusste ich lange nicht, als ich an so einer im wahrsten Sinne des Wortes asozialen, permanent verschlossenen Kleingartenanlage wohnte). Wenn die KGA offen steht, eventuell sogar eine gute Internetseite hat, dann sind das engagierte, richtig dufte Kleingärtner. Da einfach mal ein Paar am Zaun ansprechen, ob eine Balkon-Kleingarten-Kooperation möglich ist.

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