Radikaler Rosenschnitt – langfristige Beobachtungen und die Bestätigung

Ich habe ja in einem Beitrag im frühen Frühjahr berichtet, wie ich alte Rosen, die ich lange nicht gepflegt bei der Übernahme des Kleingartens vorgefunden habe, ziemlich radikal geschnitten habe, um sie auch wieder ganz gesund werden zu lassen, denn die alten Hölzer der Rosen hatten Krankheiten.

Nun also mal hereinspatziert in meinen Kleingarten, die alten Rosen haben die schönsten Farben! Und gerade wirken die unglaublich zusammen mit den Stockrosen!

Das ist ja nun echt ein purer Genuss (wer entdeckt die Biene?).

Aber nun zur Sache: Ich hatte im Februar nur die erste Rose zur Straße weniger radikal beschnitten, da ich hoffte, sie würde dadurch höher bleiben.

Pustekuchen! So sieht das nun im Juni aus:  Neues, ganz JUNGES HOLZ ist von unten her weit über die alten Stümpfe hinweg geschossen. Auf dem Bild im Febraur sieht man noch gar nichts von diesen Trieben, die da nun kamen. Die älteren sind kaum gekommen. D.h. die Verjüngung, also der radikale Schnitt bis weit herunter hat sich mehr gelohnt. Das Stehenlassen höherer, älterer Triebe hingegen nicht.

Und hier die beiden, die  im Februar ich bis auf Stümpfe des alten Holzes von etwa 25 cm zurückschnitt.

Und hier wie schön diese beiden heute aussehen. Auch hier sind die Rosen lieber ganz neu von Unten gekommen. Das alles bestätigt, dass ein radikaler Schnitt bis weit nach unten richtig ist, das Belassen höherer alter Stämme nützt nach mehreren Jahren nichts mehr.

So genieße ich jetzt die Kombi mit den Stockrosen, die als nächstes heraus schossen.

Was gibt es sonst im Garten? Monilia und Frost haben diesem Kirschbaum stark zugesetzt. Die Kirschen, die kamen, schmeckten nicht schlecht, aber es sind wenige. Ich überlasse sie den Vögeln, die sie lieben. Ein zweiter Kirschbaum war so krank, dass ich ihn – mit Genehmigung des Vorstandes – entfernte.

Und nun beginnt auch schon das intensive Obst- und Gemüseernten, dass bis in den Herbst nicht mehr aufhören wird. Aber das ist eine andere Geschichte.

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6 Gedanken zu “Radikaler Rosenschnitt – langfristige Beobachtungen und die Bestätigung

  1. Ich bin auf der Suche nach einer Rose, die man auf dem Balkon im Kübel pflanzen kann, auf deinen Blog gestoßen! Und nun bekomme ich auch so manch wertvollen Gärtnertipp von Dir!
    Herzlichen Dank und vor allem weiter so!
    Meinen grünen Daumen nach oben voller Respekt und Dank!
    Übrigens zieht in diesen Tagen eine Ghislaine bei mir auf den Balkon. Wir haben extra einHochbeet geplant und gebaut. Ich bin gespannt! Aber du hast mich angespornt, es zu versuchen. Sollte ihr die neue Bleibe nicht behagen, werde ich sie natürlich nicht quälen, sondern im Garten nach einem geeigneten Plätzchen suchen!

    Vielen lieben Dank und ich freue mich auf weitere Abenteuer aus deinem Garten und von deinem Balkon!

    Liebe Grüße

    Katy

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  2. Hallo, Katy, das freut mich aber sehr, so ein netter Kommentar, nachdem ich sehr lange selber keinen Post mehr publiziert habe. Ja, seit ich einen Garten habe ist die Praxis gegenüber der Internet-Theorie in den Vordergrund getreten.
    Was Rosen auf dem Balkon angeht, habe ich inzwischen eine etwas andere Meinung bzw. Erfahrung. Mir scheint, zumindest bei mir sind Ramblerrosen auf dem Balkon ein gewisses Problem. Woran das liegt ist mir unklar. Es ist möglich, dass das nur an der Lage zur Sonne und an den Windverhältnissen liegt. Aber, sowohl die Ghislaine de Feligonde als auch die Super Dorothy blühen im frühen Sommer einmal sehr schön, aber recht kurz nur, danach dann sind sie eher schwächlich und kommen nicht mehr so recht in die Puschen. Das muss bei Dir nicht ebenso sein, im Gegenteil bin ich recht gespannt auf die Erfahrungen, die Du machst.

    Kürzlich aber fragte mich ein Skatpartner, welche Rosen ich für den Balkon empfehlen würde, und da fiel mir spontan und glasklar ein: Edelrosen. Die Funktionieren recht gut auf dem Balkon. Also ganz einfach und klar. Vielleicht schreibe ich mal einen Beitrag darüber, denn inzwischen ist mir das klarer geworden, im zweiten Jahr, in dem ich überhaupt Rosen habe.
    Herzliche Grüße
    Giorgio

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  3. Lieber Giorgio, das sind herrliche Fotos, die Du uns da zeigst! Du hast violette Kohrabi im Garten? Da muss ich „meinen“ Vögeln unbedingt auch den Auftrag geben, dass sie mir für nächstes Jahr Kohlrabi in Violett aussäen, der ist ja wunderschön! Auch bei Dir scheint es ein gutes Johannisbeerjahr zu sein, Deine Ernte sieht ja toll aus!
    Mit lieben Grüssen,
    Arletta

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  4. Liebe Arletta,
    ach wie schön, mal wieder einen Kommentar von Dir bei mir zu sehen, ich bin diese Zuwendung so gewohnt, dass ich gar nicht gut ohne auskomme! Viel zu lange habe ich nicht geschrieben.
    Ja, die Johannisbeeren wachsen in unglaublicher Menge! Ich ernähre mich nun zu einem guten Teil damit. Der violette Kobrabi aber ist ein Geschenk von einem unglaublich netten Nachbarn. Der passte farblich so gut. Möchtest Du den Sortennamen wissen, ich kann fragen. Denn die Vögel werden nicht ohne weiteres jetzt von Berlin nach der Schweiz kommen.
    Herzliche Grüße
    Giorgio

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  5. Das ist mir auch aufgefallen, lieber Giorgio, wie gut der violette Kohlrabi in die Johannisbeerkomposition passt farblich! Ich habe auf dem Balkon zwei Johannissträucher und die liefern nun seit Wochen täglich Beeren; auch bei meiner Ernährung spielen diese Cassis-Beeren derzeit eine wichtige (und leckere!) Rolle! Violette Kohlrabi gibt es hier theoretisch schon auch, es war mehr ein Witz meinerseits, weil mir die Vögel ja Kohlrabi ausgesät hatten, ich selber wäre gar nie auf die Idee gekommen. Und violetter Kohlrabi würde mir rein fototechnisch auch sehr gut ins Konzept passen 🙂 aber ich denke, geschmacklich macht die Farbe wohl keinen grossen Unterschied, oder?
    Oh ja, die Sache mit der Zuwendung kommentartechnisch kenne ich auch 🙂 Ich habe immer wieder auf Deinen Blog geschaut in letzter Zeit und Dich beitragstechnisch vermisst, bin aber sehr froh, dass Du wieder schreibst 🙂
    Mit lieben Grüssen,
    Arletta

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    1. Liebe Arletta,
      ich weiß nich nicht, ob ich es schaffe, mehr zu bloggen in Zukunft. Auf jeden Fall hat meine Entscheidung, vom Garten ebenso oft oder sogar öfter zu bloggen, dazu beigetrgen, dass ich lockerer in der Hinsicht wurde. Bisher hat mir immer noch die Entscheidung nachgehangen, ob ich als Balkonblogger so viel über den GARTEN schreiben darf. Ich denke, es macht nicht wirklich etwas. Vielleicht schreibe ich auch bald über einen Effekt: So sehr ich das auch gar nicht wollte – Da ich einen Garten habe, wird der Balkon weniger attraktiv für mich. Ich bin immer noch frappiert, dass es bei Dir umgekehrt ist.

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